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Deutscher Verpackungskongress 2021

Deutscher Verpackungskongress 2021: Fundierte Argumente und klare Meinungen

Der Deutsche Verpackungskongress 2021 wollte sich von den Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie nicht einschränken lassen. „Kein Lockdown für Nachhaltigkeit und Innovation” lautete dementsprechend das Credo, dem sich über 350 Teilnehmer*innen verschrieben. Das gemeinsame Ziel: Wege und Lösungen für mehr Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Recycling.

Deutscher Verpackungskongress Veranstaltungs-Flyer

Der Deutsche Verpackungskongress 2021 stand ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und Innovation. 2021 © dvi

Deutscher Verpackungskongress 2021: Branchengipfel als Online-Event

Der Deutsche Verpackungskongress 2021 fand am 17. und 18. März ganz ohne Angabe einer Location statt: Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) hatte das Branchentreffen erstmalig als reines Online-Event organisiert.

Grafik zu Verpackungen und Umwelt
Verpackungen legen beim Thema Umweltfreundlichkeit zu. ©dvi

Angekündigt als „Gipfeltreffen der Lenker und Entscheider*innen” standen mit Kurzvorträgen, Talks und Diskussionsrunden verschiedene Formen des Austauschs auf der Agenda. Wie in den Jahren zuvor konnte sich das Line-up der Sprecher*innen mehr als sehen lassen. Dazu gehörten unter anderem:

Vertreter von Unternehmen wie:

              --> und mehr

dvi-Geschäftsführerin Kim Cheng skizzierte vorab den Kurs für den virtuellen Event: „Wir werden auf dem Kongress in zahlreichen Kurzvorträgen, Diskussionsrunden und Talks die globale Bedeutung der Kreislaufwirtschaft unter die Lupe nehmen.” Die technischen und politischen Rahmenbedingungen beim Rezyklat waren dabei genauso ein Thema wie die unterschiedlichen Wege zur Nachhaltigkeit und beim Recycling.

Des Weiteren standen diese Topics im Fokus:

Viele Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher Ansätze

Cheng fasst den Branchengipfel zusammen: „Bei allen Unterschieden in den verfolgten Strategien und den präferierten Lösungen haben sich gleichzeitig viele Gemeinsamkeiten gezeigt.” Es sei deutlich geworden, dass es weder für Verpackungshersteller noch für Markenunternehmen und Handel den einen „seligmachenden Packstoff” gibt.

Kein Wunder, schließlich brauche es für die immense und heterogene Vielfalt an Produkten die ganze Bandbreite an Materialien. Fest in den Strategien der Branche verankert sei dafür das Prinzip der „drei 'R'”:

Teilnehmer DVK-Online-Konferenz
Der Deutsche Verpackungskongress 2021 war aufgrund der allgegenwärtigen Corona-Einschränkungen ein vollständig virtuelles Event. ©dvi

Insofern zögen alle Unternehmen beim grundsätzlichen Bestreben für mehr Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Recycling an einem Strang. „Was oftmals fehlt, ist Planungssicherheit, auch durch mangelnden politischen Mut. Deutlich wird das beispielsweise beim Thema Rezyklateinsatz. Hier sind wir technologisch schon viel weiter, als die politischen Aussagen dazu vermuten lassen”, legt die dvi-Geschäftsführerin den Finger in die Wunde.

So sei etwa Rezyklat mit Foodgrade kein Material-, sondern ein Zulassungsproblem. Unverständlich auch, warum die Politik den ausdrücklich gewünschten Einsatz von mehr Rezyklat nicht mit Marktanreizen fördere. „Grundsätzlich wünscht sich die Branche mehr Aufklärung und Wissenschaftlichkeit in den öffentlichen Debatten”, so Cheng.

Aktuelle Ökobilanzen seien dringend notwendig, um die richtigen Entscheidungen treffen und die nachhaltigsten Lösungen vorantreiben zu können. Kim Cheng: „Wir brauchen holistische Schritte und die Unternehmen der Branche sind mehr als bereit. Mit ihren zahlreichen Innovationen legen sie Tag für Tag den Grundstein dafür.” 

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