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Eco Design – zeitgemäße Verpackungen

Eco Design: Recycling versus Effizienz

Durch den Einsatz von Kunsttoffverpackungen und einem steigenden Konsum wird Jährlich immer mehr Müll produziert. Gelungenes Eco Design will die Umweltbelastung durch Verpackung und verpackte Waren über den gesamten Zyklus beider Produkte hinweg minimieren. Der Runde Tisch „Eco Design von Kunststoffverpackungen” hat dazu einen Leitfaden herausgegeben. Dieser beschäftigt sich unter anderem mit dem Zielkonflikt von Recyclingfähigkeit und Materialeffizienz rund um Plastikverpackungen – und zeigt mögliche Lösungen auf. IGEPA gibt einen Überblick.

Plastikfalschen in Folie

Ob Lebensmittel oder Konsumgüter: Plastikverpackungen sind zum Material der Wahl geworden. © Vitawin/Shutterstock

Eco Design – was ist das überhaupt?

Kunststoffverpackungen sorgen für mehr hygienische Sicherheit: So kommen Produkte in möglichst hoher Qualität beim Verbraucher an. Sie sind aber auch stark am hohen Müllaufkommen beteiligt: Rund 38 Kilo Plastik-Verpackungsmüll pro Kopf waren es 2019 laut NABU in Deutschland.  

Das Eco Design, zu deutsch Ökodesign, will mit einer gezielten Gestaltung von Produkten, Verpackungen und deren Lebenszyklus die Umweltbelastungen mindern. Dabei handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz: Produzenten sollen bereits bei Planung und Design eines Produktes oder einer Verpackung nicht nur die Bedürfnisse der Konsumenten im Blick haben, sondern zudem die Auswirkungen auf die Umwelt. Es sollen also von Beginn an die Entsorgung beziehungsweise der Wiederverwendung der Materialien bedacht werden.

Umweltgerecht produzieren, aber wie?

Eco Design beschäftigt sich also damit, Produkte beziehungsweise deren Verpackungen umweltgerecht zu gestalten. Aber was heißt das genau? Folgende Ansätze empfiehlt das Umweltbundesamt, um über Eco Design „durch Produkte entlang ihres Lebensweges verursachten Umweltbelastungen und Ressourcenverbräuche (,ökologische Rucksäcke’) wirkungsvoll zu mindern”:   

  1. Energie- und Rohstoffeinsatz verringern, entlang des gesamten Lebensweges von Produkten/Verpackungen.
  2. Mehr erneuerbare Rohstoffe einsetzen und dabei ihre Umweltwirkungen im Vergleich zur Nutzung nicht erneuerbarer Rohstoffe im Auge behalten.
  3. Die Gebrauchstauglichkeit und Langlebigkeit von Produkten/Verpackungen erhöhen und den Nutzen, z. B. die Haltbarkeit oder Funktionserweiterung, optimieren.
  4. Die Wiederverwendung stärken und dabei die umweltverträgliche Verwertung verbessern.
  5. Von Produkten/Verpackungen während ihres Lebensweges ausgehende Emissionen minimieren, z. B. Schadstoffe oder Strahlung.
  6. Umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe reduzieren/ersetzen und die dafür notwendigen Stoffe mit umwelt- und gesundheitsverträglichen Eigenschaften entwickeln.
Leere Plastikflaschen in Karton vor Pflanzen
Recyclingfähigkeit ist ein wichtiger Aspekt beim Eco Design von Kunststoffverpackungen. © ITTIGallery/Shutterstock

Runder Tisch „Eco Design von Kunststoffverpackungen”

Ansätze, die der Runde Tisch „Eco Design von Kunststoffverpackungen” bereits 2019 miteinbezogen hat, um im Verpackungssektor nach Lösungen zu suchen. Bei dem Runden Tisch handelte es sich um eine Initiative führender Köpfe aus Unternehmen und Organisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Kunststoffverpackungen. Mit von der Partie waren Experten oder Vertreter aus den Bereichen:

In einem Management-Leitfaden wurde im Juni 2019 das Ergebnis dieser Zusammenarbeit vorgestellt.

Leitfaden zum Runden Tisch – Umwelt und Ressourcen schonen

Der Management-Leitfaden des Runden Tisches „Eco Design von Kunststoffverpackungen” zeigt auf, mit welchen Instrumenten Unternehmen ökologisch verträgliche Verpackungslösungen entwickeln können. Dazu gehören die passenden Managementprozesse, Strategien und Methoden. Das Ziel: Verpackungen für eine Kreislaufwirtschaft, die natürliche Ressourcen bewahrt und das Klima schützt. Der Leitfaden ist in verschiedene Abschnitte unterteilt.

Einleitung

Die Einleitung des Leitfadens verdeutlicht die Schwerpunkte:  

Strategien

Ausgehend von der Umweltpolitik der Unternehmen und Marken empfiehlt der Leitfaden vier Strategien, um die Optimierung von Verpackungen zu prüfen:

Die Strategien adressieren unterschiedliche Lebenszyklusstufen der Verpackung. Am Ende sollen sie zu genau abgestimmten Verpackungslösungen beitragen. Die angepeilten Umweltziele: 

Anwendung

Der Leitfaden stellt dar, wie Unternehmen im konkreten Anwendungsfall Eco Design systematisch in ihre Managementprozesse von Verpackungs-Projekten integrieren können. Dabei mögliche Zielkonflikte sollen möglichst transparent aufgelöst werden.

Praxisbeispiele

Beispiele aus der Praxis illustrieren die vorgeschlagenen Vorgehensweisen. Darüber hinaus liefert der Leitfaden eine Toolbox, in der sich verschiedene Werkzeuge und Informationssammlungen finden.

Zusätzlich sind Checklisten als Download verfügbar, die Schritt für Schritt an diesen Punkten unterstützen:

Eco Design in der Praxis: Vom Suppengemüse bis zum Waschmittel

Die im Leitfaden angeführten Praxisbeispiele verdeutlichen die Bandbreite an Produkten, bei denen die Strategien Anwendung finden können. Darunter befinden sich unter anderem diese beiden Kandidaten:   

Suppengemüse

Die aktuell geläufigsten Verpackungen für Suppengemüse sind laut Leitfaden ineffizient in:

Der Eco-Design-Prozess führte nach zwei Durchläufen zu zwei deutlich optimierten Packungsvarianten.

Waschmittel

Hier kann die Anpassung des Designs Ressourcen sparen, indem die Verpackung:

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